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In der deutschen Sprache wurde das
Komma sehr häufig benützt, die Reform hat nun die Zahl
der Kommaregeln von 57 auf 9 reduziert. Bevor die Neuerungen
an dieser Stelle präsentiert werden, ist es wichtig festzuhalten,
dass die Grundregel unverändert
bleibt, nämlich dass Hauptsätze
sowie Haupt- und Gliedsätze
durch Komma getrennt werden.
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Er sitzt vor dem Fernseher,
isst eine Pizza und trinkt ein Cola.
Ich hoffe, dass du morgen kommst.
Ich weine, weil ich traurig bin. |
Bei Infinitiv-
und Partizipialkonstruktionen muss in Zukunft kein
Komma mehr gesetzt werden, das Komma ist also in solchen Fällen
fakultativ. Allerdings
soll das Komma dort gesetzt
werden, wo sonst Missverständnisse entstehen könnten,
was besonders bei Infinitivkonstruktionen der Fall sein kann.
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Ich habe
mich gefreut (,) Sie zu treffen.
Durch den Lärm überrascht (,) hob
sie den Kopf. |
Man befahl ihm,
Wasser zu bringen. |
Man befahl,
ihm Wasser zu bringen. |
Kein
Komma braucht man in Zukunft nach und,
oder, entweder/oder, sowohl/als auch und
weder/noch zu setzen. Erhalten
bleibt aber weiterhin das Komma vor aber,
jedoch und
sondern!
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Sie ging ins Schlafzimmer (-)
und er blieb im Wohnzimmer.
Entweder du hilfst mir jetzt (-)
oder ich werde wirklich
böse. |
Sie ging ins Schlafzimmer,
aber er blieb im Wohnzimmer.
Er singt nicht nur gut, sondern
komponiert auch manchmal. |
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